Abschied oin Duisburg

Duisburg – Lemmer

Mein neuer Freund Wilson

Taufe

Wasserung

Zurück im Wasser

Jiiipiejaaaehh Endlich es ist geschafft. Jochen mußte mich zwar unbedingt als erster zu Wasser bringen. Das hieß für mich um 7.00 Uhr bereits fertig dazustehen. Das ist ja nicht so unbedingt mein Ding, aber so oft geht so ein Schiff ja auch nicht ins Wasser. Meine größte Sorge ist ja der lange Weg auf dem […]

Welle mitten in der Biskaya

Biskaya

Sonnenuntergang

Südküste Englands

Dover
Ja, das Boot das Aus- und direkt wieder  eingelaufen ist liegt dann auch noch am gleichen Steg wie ich  .. Susie und Billy supernett die beiden kennengelernt zu haben. Jetzt muss ich aber erst einmal zum Hafenbüro das Boot anmelden, ich hoffe das ist nicht ganz so teuer hier . . . leider getäuscht . . .die Engländer wissen schon wie sie ans Geld kommen . . . apropos Geld, mir war ja gar nicht bewusst das die auf der Insel gar keine Euros verwenden, mhhm, ich war wohl schon länger nicht mehr hier. GottSeiDank hilf die Karte weiter. Bleiben werde ich hier leider nicht lang, die Stadt ist wirklich hübsch und wenn ich mit dem nächsten ablaufenden Wasser los will muss ich um 3 Uhr auslaufen, da bliebt nicht viel Zeit für lange Besichtigungen. Abends schaue ich noch mal bei Billy und Susie auf der Summer Breeze auf einen Wien vorbei und dann geht es auch schon ins Bett.
Auf nach Brighton
Um 3 Uhr nachts geht es los, neben mir läuft auch noch ein anderes Boot um die Zeit aus, das hätte ich ja nicht gedacht . . .aber gut. Erst nach der Hafenausfahrt wird einem ja wirklich bewusst was da für eine Strömung herscht, ich hatte mich schon gewundert warum ich auf einmal das Seitenlicht des vor mir auslaufenden Bootes zu sehen. Als ich mir ‘rumdrehe und die Hafenausfahrt   nicht mehr direkt hinter mir sondern eher seitlich sehe wird mir das klar . . .;-) Nun gut, ist ja nur eine Stunde, dann kentert der Strom, aber ich habe eine Stunde gewonnen. Leider ist absolut kein Wind, sodass ich erst einmal den Motor bemühen muss. Ist aber auch wirklich zappenduster, da bin ich da gar nicht böse ‘drum. Im Morgengrauen kommt ja auch der Wind, das passt ja gut. Leider schläft er dann auch wieder ein und frischt auf . . .Motor an, Segel runter – Segel hoch Motor an wechselt sich ab . . . Wenn möglich möchte ich ja am Nachmittag in Brigthon sein. Meine Nicht in Eastbourne zu besuchen wurde ja leider durch die viele warterei auf diese blöde Telefonkarte vereitelt. Schade!
Der Hafen ist ja wirklich ein Trümmer, mein Gott ist der groß . . . und leider ein bisschen weiter weg von der Stadt, mal sehen wie das Wetter wird vielleicht nehme ich mal den Bus.
Den übernächsten Tag treffe ich auch Billy wieder, die beiden sind mit viel Motoren dem Wind und der Strömung entgegengedamft. Das Wetter für morgen soll mal einen Tag besser aussehen, also wieder morgens um 3 Uhr aufstehen und um 4 Uhr los.






Blick zurück nach Dover Beachy Head Beachy Head
Leider wird mein auslaufen durch ein nicht funktionierendes GPS verhindert. Das GPS geht zwar aber alle angeschlossenen Geräte: UKW, Rechner, Fishfinder gehen nicht. Gerade der Fishfinder ist bei mir ja extrem wichtig, da ich mir dort immer die Richtug und Entfernung zu dem nächsten Wegpunkt anzeigen lasse . . .blöd gelaufen. Da ich ja eh auf bin kann ich mich ja auch auf die Fehlersuche machen . . . nach drei Stunden ist er dann auch gefunden: Die Verbindung zwischen GPS und Fishfinder ist schuld. Jahrelang ging alles gut, nun, ich denke mal der Widerstand in dem Kabel ist aufgrund der Salzluft schlechter geworden, geht nichts mehr. Die Hoffnung das ein Multiplexer mit eigener Stromversorgung Besserung herbeiführt bewahrheitet sich! Nun ja, wieder 100 EUR, aber besser vor dem Auslaufen als im dustern mitten auf dem Wasser. Blöderweise schlägt das Wetter nun auch wieder um, eigentlich sollte ich meinem GPS dankbar sein: wieder drei Tage warten  . . . aber  . . . ich liege ja nett im Hafen.
Brighton bis Poole
Am 9. August geht es dann endlich weiter, wieder nachts um 2 Uhr aufgestanden, spätestens in 18 Stunden muss ich dann ich Poole sein Der Wind soll je gerade aus SSW kommen, leider passt die Windstärke nicht immer, auch diese Fahrt wird ein Mischmasch aus Segeln und Motoren aber wenn das Wetter schon mal gut ist wollte ich jeden Tag nutzen . . .ich muss ja noch über die Biskaya . . . spätestens Anfang September will ich das hintet mir haben. Da gilt es nun jeden Tag zu nutzen. Ab 12 Uhr ist der Wind dann leider völlig weg und es wird wirklich fürchterlich warm . . . in Poole angekommen bin ich total durch den Wind 😉 Da das Wetter morgen wieder passt nehme ich mir dann direkt den ersten Hafen . . . leider mit 50GBP pro Tag für ein 10 Meter Boot auch der teuerste, aber die Ausfahrt von den weiter Innen liegenden Häfen dauert dann noch mal eine halbe Stunde länger, da war es mir dann auch egal . . . und es ist ja auch nur einen Tag. Bei den vielen Motorbooten und Jetskies wollte ich auch wirklich nicht länger liegen.
















The Needles The Needles St Cathrines Point
Poole bis Falmouth
Poole habe ich dann um 16 Uhr den nächsten Tag verlassen, das sollte dann meine erste Nachtfahrt auf dieser Reise werden. Eigentlich hätte ich ja noch irgendwo um Portland herum in einen Hafen gewollt. Leider ist zu der Zeit als ich dort vorbei bin die Olympiade in Portland und alle Häfen in der Nähe sollen rappel voll sein. Ich habe ehrlich gesagt auch keine Lust irgendwann Nachts in einen Hafen einzulaufen um dann festzustellen, das dort kein Platz ist. Tja, also direkt auf nach Falmouth. Der Wind soll ja die ganze Zeit aus Süd / Südost kommen, was es in der Tat recht einfach macht durchzusegeln. In der Tat, die nacht war wolkenlos bei wunderschönem Halbmond . . . Sternenklar das einzige was wirklich störend war das alle 45 Minuten  ein Satellit vorbei geflogen kam. Der war mit bloßem Auge zu erkennen, war das vielleicht die IIS . . . ich bin für jeden Hinweis dankbar. Aber irgendwie auch ganz gut das es die ganze Technik gibt, wo wäre ich nur ohne GPS und all dem Zeugs. Hut ab vor den Seglern, die vor 20/30 Jahren so eine Tour gemacht haben! Auch bin ich wirklich Begeistert auf der Engländischen Seite zu sein, in der Ferne lässt sich noch die ganze Lichtverschmutzung der Franzosen erkennen, dort sieht man bestimmt nicht so einen Sternenhimmel.
Den nächsten Morgen Punkt 8 bin ich in am Kap von Start Point. Leider frischt nun auch der Wind auf 6-7 Bft aber immer noch aus Süd, aber ein großer Spaß ist das nicht, die Wellen von der Seite sind recht unangenehm. aber gut, nach 6 Stunden ist der Spuk vorbei und ich laufe in die Flussmünding bei Falmouth ein. GottSeiDank, ich bin nun am Nachmittag echt ein wenig durch!
Leider habe ich die Marina Falmouth als Hafen gewählt. Auf der Karte sah es so aus alsob die Maria auch recht Nah an der Innenstadt gelegen ist. Nun kann ich sagen: Das ist mitnichten so. Der einzige Vorteil hier ist, man muss nicht im Päckchen liegen. aber egal, ich kann ja morgen/übermorgen immer noch schauen. Erst mal schlafen!.
Zwei Tage später lege ich dann das Boot in den Innenstadthafen der Harbor Commisonars ums. Nicht zu spät, denn am Wochenende ist hier die Abschlussparty der Henry Lloyd Weeks of Falmouth und der Hafen gerade leer.
Der Hafen ist wirklich zu empfehlen, mitten in der Stadt und die Leute alle supernett und mit der Party war echt wirklich eine Riesengaudi




Lizard Point Falmouth Harbor
Raz Selbstportrait

Nordsee und Kanalquerung

Stelendam bis Dover
Mittlerweile liegen wir schon im Päckchen dort und harren alle besseren Wetters, in zwei Tagen soll es soweit sein . . . Angesagt sind dann maximal BFT 5, aber aus Ost, das würde bedeuten, das ich zumindest mal einen Tag ohne zu kreuzen den nächsten Hafen anlaufen könnte.
Also morgens mit dem ersten Büchsenlicht . . . naja, vielleicht war es auch ein wenig später . . . los . . der Wind steht in der Tat gut, aus Stelendam raus ist auch gegen den letzten Rest des auflaufenden Wassers gar nicht so schlimm. So bin ich dann direkt im Strom, wenn er kentert. Mittlerweile passen meine Berechnungen diesbezüglich auch immer besser. Ok, heute passt da wirklich alles, der Wind kommt wie versprochen und in der versprochenen Stärke . . . schläft dann leider aber im laufe des Vormittags wieder ein und dabei bleibt es dann auch. Nachdem ich dann wieder einmal gegen den Strom gesegelt bin, habe ich abends dann keine Lust mehr auch noch die Nacht durch zu segeln . . . . 20 Uhr entschließe ich mich den Nothafen Neeltja Jans anzulaufen um mich ein paar Stunden auf’s Ohr zu legen. Gesagt, getan, leider ist da wieder ein kleinerer Umweg mit verbunden aber was soll es für ein paar Stunden Schlaf ist es mir das wert.
Ok, als ich in den Hafen einlaufe ist es mittlerweile auch schon dunkel und er ist wieder erwartend auch schon voll. Also wieder ins Päckchen gelegt . . . ist ja eigentlich nicht mein Ding, aber was bleibt mir anderes übrig. Ein Boot in gleicher Länge ist auch da. Auf meine Frage ob ich bei Ihnen festmachen könne kam dann erst einmal die mürrische Frage wann ich denn morgens wieder los wolle . . . Klar mit dem passenden Strom weiter die Küste runter sage ich . . .um 7:00 Uhr so ungefähr . . . das mit dem ungefähr war dem Kollegen zu dann aber ungenau, er sagte nur dann soll ich lieber woanders festmachen sie wollen schon eher weiter . . . Was soll ich sagen, am nächsten Morgen habe ich sie dann eine halbe Stunde nach mir ablegen sehen . . . blöde Deutsche 😉
Der Strom im Westgatt setzt dann aber schon hart, meine Güte . . .


NeelteJans nach Blankenberge
Vorhaltewinkel 40° da hat das Handbuch nicht gelogen . . . einmal raus geht es dann aber gut, und bei strahlendem Sonnenschein geht es Richtung Zeebrügge. Hier muss ich dann auch mal wieder dringend die Vorräte auffüllen. Kurz vor Zeebrügge entscheide ich mich dann doch lieber nach Blankenberge zu segeln. Das ist zwar mit dem Strom ein wenig knapp, der Hafen dort verspricht aber um einiges schöner zu sein als Zeebrügge und er liegt direkt in der Innenstadt. Dort am Nachmittag angekommen ist es in der Tat so, ich kenne jetzt Zeebrügge nicht . . . aber der Hafen liegt direkt in der Stadt, die Frittenbude keine 2 min zu Fuß . . . wow . . .so habe ich mir Belgien vorgestellt. Der Supermarkt und ein Waschsalon sind auch direkt am Hafen, was will man mehr? Klar, eine Dusche . . . nach 5 Tagen ohne . . . die ist natürlich direkt in Hafen. GottSeiDank hat der Hafenmeister keine gute Nase, sonst hätte er mich bestimmt gleich beim einchecken ‘rausgeworfen . . .




Hafen Blankenberge Hafen Blankenberge
Von Blankenberge geht es dann weiter nach Duenkirchen. Ich habe ja die Hoffnung nicht aufgegeben, das der Wind vielleicht ein wenig dreht . . . tut er leider aber nicht wie sich am kommenden Morgen
herausgestellt. Leider zieht im laufe des Vormittages noch eine Warmfront durch . . . Beim auslaufen dachte ich mir ob es nicht vielleicht eine gute Idee sie gleich mal direkt einzureffen. . . . das sah mir irgendwie schon so aus als ob die Kaltfront schon da sei . . . und das war sie auch. Morgens noch ein wenig ungeschickt kamen dann auch gleich mit dem setzen des Segels die Böen . . .ich stand dann auch noch ein wenig ungeschickt vor meinem Doghouse und  . . . Krack . . .  erst einmal eine Rippe angebrochen wie sich später herausstellt. Nur gut das es nicht gleich wehtut, so kann ich wenigsten noch in Ruhe einreffen bevor es noch schlimmer wird . . . Ok, der Start war dann heute nicht so gut dafür wird es dann aber nach Durchzug der Front wirklich schöner . . . nur leider dreht der Wind immer noch nicht. Kurz hinter Niewport kentert dann wieder der Strom. Nach kurzem check des aktuellen Kurses gebe ich völlig gefrustet auf, nach einer Wende fahre ich den gleichen Weg zurück, den ich mir Mühsam erkämpft hatte. Das macht ja nicht wirklich Sinn, da segle ich dann lieber die zwei Seemeilen nach Niewpoort zurück und lege mich 4 Stunden schlafen. Super das der Hafenmeister für 4 Stunden 5 EUR Hafengebühr haben will. Das hatte ich ja bisher noch nicht erlebt . . . bloß schnell weiter ich will Abends noch in Dünkirchen sein, und wenn der Wind so bleibt könnte das gerade eben klappen. Der Belgier neben mir gab mir dann auch noch den Tipp bloß nicht außen herum nach Dünkirchen zu segeln, der Kanal längs der Küste sei breit genug, und bei dem aktuellen Wind super zu besegeln. OK, dann mal nach 4 Stunden wieder los . . . und passend
abends in Dünkirchen angekommen. Gerade rechtzeitig bevor die Strömung wieder kentert. Direkt nach mir laufen auch noch ein paar Bekannte Gesichter aus Stelendam ein. Die
Rentnertruppe, deren Spruch ich nie vergessen werde: Ich müsse ja Zeit haben, das ich bis ins Mittelmeer wolle . . . Sie können das ja gar nicht machen, wann auch, so ein Rentnerleben ist ja wirklich der Stress pur, ich kann es mir genau vorstellen. Bin ich froh ende nächsten Jahres wieder arbeiten zu müssen . . .
Hier treffe ich dann noch so einen gestressten, ein Däne, der mit 45 aufgehört hat zu arbeiten und dafür vom Staat 2000EUR netto!!! pro Monat bekommt, verdammt, warum bin ich nicht auch ein Däne . . . OK, er darf nur 3 Monate pro Jahr ins Ausland, aber ich glaube es gibt schlimmeres im Leben.
Der Wind am nächsten Tag ist dann leider nicht so gut. Eine Front soll durchziehen, eigentlich wollte ich ja auch noch nach Calais. Hier hat mir dann der Däne abgeraten, keine ordentlichen Liegeplätze dort und wenn ich eh nach Dover will ist das ja auch ein Umweg. Der Wind für den nächsten Tag steht so gut, das ich eigentlich mit halben Wind die ganze Zeit nach Dover kann. Angesagt sind 4 in Böen 5, das würde ja super passen. Zusammen mit dem Strom wäre ich dann nachmittags in Dover . . . Also um 6 Uhr auslaufen nach Dover . . . ein wenig Angst habe ich ja schon, das VTG ist mal richtig breit, und wenn da die großen Pötte durchfahren muss ich mich ja irgendwie dazwischen durchmogeln. Hoffentlich passt das mit dem AIS ordentlich.
Kurz vor den VTG frischt dann der Wind auf, also erst einmal reffen, na klasse, gerade wo da ein Kreuzfahrtschiff vor mir durchläuft . . . hinterher werde ich da ein wenig entspannter, sooo knapp war das ja gar nicht, die Aufregung halt. Das AIS hat sich hier aber super bewährt. Wenn die eigene Fahrt einigermaßen konstant ist, lässt es sich bis auf eine halbe Seemeile klasse navigieren, ich bin so genau zwischen zwei Frachtern durch, die ich sonst beide hätte passieren lassen. So habe ich mir locker ‘ne halbe Stunde gespart.
Einlaufen Dover . . . schon wieder per UKW anmelden . . . hoffentlich bekomme ich bei dem Wind alles mit. Das ist ja blöd wenn man allein fährt. Da pfeift einem der Wind im Cockpit um die Ohren während man funkt . . . Aber bei allen anderen die vor mir einlaufen läuft das ja auch . . . direkt vor mit möchte noch einer auslaufen. Ok, jetzt ich . . . leider schätzen die so viel das ich nicht alles mitbekommen habe . . .aber einlaufen geht, ich muss mich dann nur noch beim Hafen anmelden . . . die die nun gerade ausgelaufen sind wollen nun auch wieder rein . . .kein Wunder bei der Welle, und dann noch
gegen an . . . das Blöde ist nur, das die Signale nach denen wieder umgestellt wurden, also nochmal anrufen . . . aber die Engländer sind ja
supernett, kurze Frage, kurze Antwort, klar, wir stellen um, fahren sie mal einfach weiter. Die Funkdisziplin ist hier ja wirklich super!


Dover, wenn man ganz genau hinschaut lassen sich auch die White Cliffs erkennen, leider wurde es später ruppiger, da konnte ich dann keine Fotos mehr machen
OK, Erste Kanalüberquerung CHECK 🙂
Super nur , wenn die Pontoons nicht alle eine Bezeichnung tragen, das mir zugewiesene
Hafenbecken finde ich ja noch, aber die Stege haben leider alle keine Buchstaben . . .
Das Boot das vor mir raus und gleich wieder rein ist kennt sich aber aus, ich sei schon richtig hier . . .
nur ein wenig den Steg runter . . . Beim anlegen helfen sie auch gleich, wirklich nett. Billy, Susie and Ulf mit dem Boot Summer Breeze . . .
die wollen auch nach Süden . . .mein Gott wenn mein Englisch nur nicht so schlecht wäre . . . nach einer Flasche Wein wird es auch nicht
wirklich besser . . . und ich muss noch einkaufen, also verlasse ich die drei, noch mit guten Tipps fürs ausgelaufen versorgt versprechen wir
uns auch dem Weg noch mal wieder zu treffen. Mal sehen ob’s klappt
Wie ich im Hafenbüro mitbekomme habe nur völlig vergessen Britische Pfund zu besorgen . . . ist doch auch Europa hier . . .
na gut, ab zur nächsten Bank ich muss ja noch ein wenig einkaufen und den nächsten Morgen (3:00 Uhr) soll es ja weitergehen. Billy fragt
noch mal kurz beim Hafenbüro nach, nicht alle Hafenbecken können bei Hochwasser verlassen werden, in dem in dem ich bin geht das aber.
Glück gehabt, alle andern sind nämlich teurer.
Also erst einmal einkaufen, das schöne Wetter und die Stadt genießen und morgen weiter, der Wind morgen soll ja abflauen und aus Süd kommen, für den Kanal passt das!
WOW, der Blister, das war eine richtig gute Anschaffung

Die ersten Tage in der Nordsee

Endlich geht es weiter . . .
Von Enkhuizen aus ging es erst einmal nach Durgerdam, Hier konnte ich nun auch endlich einmal den neuen/gebrauchten Blister ausprobieren, WOW, das war ja mal eine Anschaffung die sich gelohnt hat, bei kaum Wind 1-2 BFT vom Raumschots immerhin 2-3 Knoten SOG . . .


WOW, der Blister, das war eine richtig gute Anschaffung
Der Hafen in Durgerdamm ist wirklich sehr zu empfehlen. In dem kleinen Clubhafen ist der Hafenmeister immer nett. Als ich dort war wurde auch gerade eine neue Hafenmeisterin ein gelernt . . . auch nicht unsympathisch, eine nette Unterhaltung an dem Abend . . .  Amsterdam ist per Bus für ein paar Euros aus super zu erreichen und es ist nicht so voll wie in dem Sixhafen. Ich habe mich dann gleich für zwei Tage eingecheckt. . .  .ich musste ja am nächsten Tag mit dem Zug nach Düsseldorf eine neue Telefonkarte besorgen. Also am nächsten Morgen mit dem ersten Bus zum Bahnhof nach Amsterdam, dort in den Zug und  . . . als erstes eine Zollkontrolle . . . super, dann versuch mal einem Zöllner begreiflich zu machen warum man ohne Gepäck nur um eine Telefonkarte zu besorgen nach Deutschland fährt . . . irgendwie hat er mir die Geschichte nicht ganz geglaubt was sich den auch gleich in einer kompletten Leibesvisitation niederschlug . . .
Egal, ab in den ersten Telefonshop und die Karte abgeholt und . . . den nächsten Zug wieder zurück . . . um 16 Uhr war ich wieder in Durgerdam. Das war dann die teuerste Telefonkarte meines Lebens. Wenn ich alles zusammenrechne: Zugfahrt, Liegegebühren usw etc pp. 300 EUR. Naja jetzt bin ich mit meinem Telefon ein wenig vorsichtiger, versprochen.
Am nächsten Morgen dann ab durch den Nordseekanal nach Ijmuiden. Da ist ja schon ein wenig was los in dem Kanal . . . Diese Schnellboote von Ijmuiden nach Amsterdam und Retoure sind ja die Pest, die Welle von denen ist wirklich unangenehm.


Die Pest des Nordseekanals, diese Welle ist wirklich unangenehm
Hier lag auch noch ein Schwesterschiff der Costa Concordia, die Costa Romantica . . . gibt es die Reederei eigentlich noch . . . ?


Costa Romantica in Amsterdam
Hier auch mal ein Foto für die Leute die immer noch denken mein Mast sei eine komische Konstruktion . . . die Holländer heben da ganze große Boote mit in die Luft . . . muss also als Druckstab schon eine ganz gut geeignete Konstruktion sein . . .

Wenn jetzt noch einer sagt mein Mast sei komisch: die Niederländer stemmen da ganze Boote mit hoch.
In Ijmuiden habe ich dann auch die Teile von RadioHolland abgeholt:: eine neue GPS Antenne und ein neues Radarkabel. Die GPS Antenne wurde dann auch gleich verbaut, ist ja nicht ganz unwichtig zu wissen wo man ist, und in den letzten beiden Tagen ist das Signal für ein, zwei Stunden nicht zu empfangen gewesen . . .  Das Radarkabel tausche ich dann später aus . . . irgendwie ist das heute in Zeiten von GPS und AIS nicht mehr ganz so wichtig. Ich frage mich nur wie ich die ganze Tour ohne GPS gemacht hätte . . . .so lange gibt es diese Option ja noch gar nicht.
Meinen ursprünglichen Plan von Ijmuiden direkt nach Ramsgate zu segeln habe ich verworfen, auch im Reeds wird davon dringend abgeraten . . .die ganze Zeit gegen Wind und Strom zu kreuzen, ohne mal ausruhen zu können ist kein großer Spaß. Am Ende kommen dann auch noch ein paar Untiefen und dann die ganzen Windparks auf der englischen Seite.
Jetzt habe ich natürlich die ganzen Gastlandflaggen nicht parat . . . bei den Belgiern  und den Franzosen muss ich dann halt ein wenig aufpassen. Vielleicht kann ich ja die Anzahl der Hafenaufenthalte dort ein wenig reduzieren.
Ok jetzt erst einmal los . . . Ijmuiden raus und zusehen, das ich in Scheveningen wieder passend einlaufen kann . . . .der Hafen  dort ist ja schon ein wenig komisch. tagsüber laufen da keine Fischer ein und aus, trotzdem muss man sich immer fleißig bei der Port Control melden um ein oder auslaufen zu dürfen . . . ist ja schon ein wenig übertrieben, die scheinen da nicht sonderlich viel zu tun zu haben, das es eine solche Vorschrift gibt . . .egal, also brav mein Sprüchlein aufgesagt und schon geht es in den Hafen . . . dort dann eine kleine Überraschung . . . Im Hafen muss man sich über UKW Kanal 31 anmelden . . . bei den Ijsselmeerhäfen ist mir das nie aufgefallen, da kann man ja einfach so rein, meldet sich im Hafenbüro und alles ist gut . . . nur hier . . . weder das eingebaute Icom noch die neuere Handfunke erlauben die Auswahl des 31er Kanals.GottSeiDank haben die auch groß eine Telefonnummer an der Tafel stehen . . . die wissen schon warum 😉 Da bin ich dann immer wieder Froh den heutigen Verhältnissen nach ein kleines Boot zu haben. Mir ist es noch nie passiert, das ich in einem Hafen keinen Liegeplatz mehr bekommen habe . . . so auch hier, alle liegen im Päckchen und ich bekomme noch meinen eigenen Finger . . . Schön ist . . . Internet gibt’s hier auch für umsonst und es geht sogar . . . warum müssen eigentlich die Mädels am Empfang immer so hübsch sein? 😉
OK, morgens in aller Herrgotts frühe dann weiter. Als nächstes muss ich erst einmal an Rotterdamm vorbei . . . ein Alptraum, einer der größeren Häfen der Welt mit dem entsprechenden Verkehrsaufkommen . . . ich bin ja noch nie dort vorbeigekommen . . . mhhm mal sehen wie das klappt. Lt. Reeds  soll man sich an der Verkehrszentrale Rotterdamm Approach anmelden und sein Sprüchlein aufsagen . . .Name, SOG COG, usw. etc. pp. kleine Stolperfalle: wenn man den Scanner im UKW mitlaufen lässt ist man natürlich in der Regel nicht auf dem richtigen Kanal wenn man funken will . . . Maas Approach meldet sich dann natürlich nicht . . . arrg, beim nächsten Mal muss ich da besser aufpassen . . .die müssen mich ja für einen völligen Idioten halten, immerhin gibt es dort die Arbeitskanäle extra für jeden Funkdienst. OK, also den richtigen Kanal genommen und das Sprüchlein aufgesagt . . . mit dem Erfolg. Rückmeldung von Mass Approach . . . super das ich mich melden würde . . .sie hätten jetzt nicht alles mitgekommen . . .wäre ja auch egal, ich solle mal einfach weiterfahren und nur auf den Ein- und Auslaufenden Verkehr achten . . . na super, als ob ich auf die Idee auch nicht von allein gekommen wäre . . . Nach drei Stunden unter Motor in dem “Recommended Yacht Track” gegen Wind und Strom ist es dann vorbei. Das nächste Mal mache ich das auch wie alle anderen, ohne Anmeldung einfach ‘drüberbrettern so wie es gerade passt . . .
Ja, das hat jetzt schon eine menge Zeit gekostet, so Lt Navtex soll es auch noch windiger werden. Der nächste vernünftig an zulaufende Hafen wäre Vlissingen, bis dahin ist es aber noch ne Weile. Also lieber auf in den Hafen bei Stelendamm einlaufen, auch wenn es dort bis zu zwei Stunden rein und wieder raus muss, aber noch mehr Wind, da habe ich gerade gar keine Lust mehr . . . direkt hinter mir kommt auch noch ein Schiff aus gleicher Richtung auch die hatten keine Lust auf noch mehr Wind. Stelendam ist ja schon ein wenig verloren gelegen, ein Fischerhafen vor der Schleuse . . . hier kann man sich aber wenigsten umsonst für maximal drei Tage hinlegen, die Schleuse samt Brücke mit eingeschränkter Bedienung. Sie schleusen nur noch zu Niedrigwasser, damit die Brücke nicht aufgeklappt werden muss. Also bleibe ich lieber davor liegen, dann kann ich wenigstens weg wann ich will. Vorräte habe ich genug, und wie in Holland fast schon üblich gibt es an jeder Schleuse eine Frittenbude mit kostenlosem Internet . . . was will man mehr. .
Steuerrad im Compangiehafen Einkhuizen

Ijsselmeer – die zweite Woche

Ijsselmeer – Die zweite Woche
So, nach Stavoren geht es wieder nach Makkum, die Telefonkarte muss ja mittlerweile dort eingetroffen sein, geht ja gar nicht anders!
Unterwegs bei gutem Wind die verschiedensten Segelmanöver ausprobiert: Einreffen, Ausreffen, Beiliegen alles was halt mal so kommen kann – Ein paar schwächen hat das selbst konstruierte Ein-Leinen-Reff ja schon. Ich weiß auch nicht warum ich die Blöcke nach innen in den Baum legen musste. Viel Platz ist da nicht, 46mm Innenmaß und die Rollen brauchen ja auch ein wenig Luft. Außerdem habe ich ja das Segel oben auf dem Baum liegen nachdem es eingerefft wurde. Irgendwie alles blöd, ein wenig mehr Erfahrung im Mastbau hätte mir ganz gut getan . . . beim nächsten Mal wird alles besser.




Was für ein super Segelwetter
In Makkum angekommen musste ich nun leider feststellen, das die Telefonkarte immer noch nicht da ist. Tag für Tag der Weg in die Rezeption und immer mit der gleichen Nachricht zurück: Nix da! Ich frag mich nur was die deutsche und niederländische Post mit eingeschriebenen Briefen machen, werden die persönlich mit berittenem Boten in Art eines Stafettenlauf weitergereicht? Unglaublich!
Ende Der Woche gebe ich auf. die Kosten der Marina übersteigen ja mittlerweile den Wert der Karte wenn sie per Express versendet worden wäre.
Ich fahre nun einfach von Amsterdam mit dem Zug nach Düsseldorf gehe dort in einen O2 Laden und hole die Karte persönlich ab.
Mittlerweile macht nun auch das GPS vermehrt Probleme, Signalausfall für über eine Stunde, die Antenne ist nicht abgeschattet. Verdammt, das Dingen hat doch immer super funktioniert und Furuno ist ja auch keine schlechte Marke, Ein komplett Neues habe ich in Medemblick gesehen. Also mal dahn fahren und schauen ob ich den Händler vor Ort noch ein wenig ‘runterfeilschen kann.

Der Pekelharinghaven in Medemblick ist ja auch ganz nett, nur ein wenig eng, mit meinem Langkieler ist da bei Seitenwind nicht gut Kirschen. essen. Als ich nun in Medemblick liege sehe ich das eine Firma in Ijmuiden die Antenne einzeln verkauft und  . . .die haben auch das Radarkabel, das bei mir ein wenig angegriffen im Mast hängt als Einzelteil da. Ist zwar alles in allen nicht ganz Preiswert, aber bevor ich mir ein ganz neues GPS kaufe ist es so preiswerter und ich komme endlich weg hier . . .
Gesagt, getan,  bei Superwetter geht es auf Richtung Enkhuizen. Der Compagnieshaven ist wirklich nur zu empfehlen. Von Makkum aus sind das gerade mal vier, fünf Stunden je nach Wind, und der war wirklich gut.




Der Hafenmeister hat gesagt ich passe da rein.

Sonnenuntergang Compagnieshaven
Erstes Bild mit den neuen Segeln

Ijsselmeer – Die erste Woche

Marina Lelystadt
Wirklich nur als Zwischenstopp zu empfehlen!
Samstags Abends in Lelystad angekommen musste ich leider feststellen, das die Marina die ich mir ausgesucht hatte doch ein wenig weiter weg vom Schuss lag als gedacht. Naja, dafür war sie auch teurer 😉 20EUR am Tag für ein 10 Meter Boot., das ist auch in Holland schon ‘ne Menge Geld. Der einzige Vorteil hier ist die gute Infrastruktur vor Ort: großer Kran, gute Werkstatt.
Wirklich schön war, das mich noch der Bernd samt Wochenendbegleitung besucht hat. Dann kam auch noch mein SSS Kollege Rainer auf dem Rückweg von Enkhuizen vorbei, das waren schon wirklich schöne Abwechslungen im total verregneten Lelystadt. Der Ort ist ja wirklich komplett auf den Reißbrett entstanden . . . fürchterlich. . . . bis Montag, dann wird der Mast gestellt und es geht ein wenig auf dem Ijsselmeer ausprobieren. Die Segel waren ja bisher noch nicht angeschlagen. Hoffentlich passt alles!!
Montag früh, der Termin steht – ein ungläubiges staunen auf den Mast, viele Fragen: hält der wirklich, wer hat den denn gemacht, sieht gut aus, aber . . . . am Ende und 160 EUR später steht er, die haben wirklich Preise, das war gerade mal eine Stunde Arbeit. Mein Gott, ich will hier weg, leider muss ich noch bis Dienstag auf besseren Wind warten . . . wieder ein verschenkter Tag . . .


Lelystadt – Mast gerade gestellt
Dienstag, der Wind steht, los gehts – auf nach Makkum
Als erstes gleich mal das Telefon ins Wasser geworfen als ich die Bilder hier gemacht habe, na klasse, in Deutschland habe ich ja noch 3 Telefone, aber hier . . . wirklich ein sauberer Anfang  . . . und wie komme ich nun an eine neue Telefonkarte? Verdammt! Erst mal segeln, dann weiter schauen




Erstes Bild mit den neuen Segeln Telefon weg – Bild da
Segeln geht aber wirklich gut, alles passt, großes Lob an die Lee Sails Leute. Bis auf die Reffbändsellöcher im Groß die ich ja beim Einleinenreff nicht wirklich brauche und die nun abermals vergessene Reffbändselreihe in der Arbeitsfock ist das mal eine Freude zu segeln.
In Makkum lasse ich nun die Reffbändsel in die Arbeitsfock einarbeiten. Freitag soll es fertig werden – Klar, so kurzfristig rechnet da ja auch keiner damit, und das sind ja nur eineinhalb Arbeitstage. Die Fock muss ja erst noch trocknen. OK, ohne geht es ja auch nicht . . . . wieder 200 EUR weg. Die Segelmacherei direkt neben der Marina ist aber wirklich sehr zu empfehlen, nett, kompetent und wirklich schnell.. Einziger Nachteil dieses Hafens ist der doch etwas weite Weg in den Ort.
Hier habe ich dann auch gleich wieder alte Bekannte getroffen,  Martin den Holzhändler aus Hagen mit seinen beiden Töchtern und Stegkollegen aus Stavoren, Holland in den Sommerferien ist ja schon klein . . . schön, das sie alle aber noch da sind!
Mein Schwager schickt mir nun auch noch eine neue Telefonkarte nach Makkum, in zwei Tagen soll sie dort sein. Freitag, spätestens Samstag. . .  Sonntags duzen mich schon die Mädels in der Rezeption . . . also mal kurz nach Stavoren in meinen alten Hafen, ich muss noch die Umlenkrollen für die Reffs ändern. In Stavoren haben die eine Werkstatt, die immer Kleinteile machen können. Montag / Dienstag muss die Telefonkarte ja in jedem Fall da sein.
Super, in Stavoren auch gleich Peter von der Gesha wiedergetroffen, ist ja schon nett mit den beiden. ich glaube ich habe selten so viel Wein getrunken, jedenfalls einen Riesenkater am nächsten Tag, puhh!
Die erste Woche ist nun rum, irgendwie habe ich immer noch eine Menge zu tun, so richtig kann noch keine Entspannung  aufkommen.